Endlich gibt’s mal wieder Fußball hier! Und das sogar schon zwei Tage vor dem Rückrundenstart.
In der “Halbzeitpause” der aktuellen Saison bietet es sich an, ein Zwischenfazit zu ziehen und den außergewöhnlichen Verlauf der ersten 17 Spieltage noch einmal Revue passieren zu lassen:
FSV Mainz 05 dominiert die ersten Spieltage und kann als einziges Team bisher den FC Bayern München in der Allianz-Arena bezwingen. FC Schalke 04 kann erst im fünften Spiel die ersten Punkte einfahren. Borussia Dortmund verliert nur die erste und die letzte Hinrundenpartie. Der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt und Hannover 96 stehen unerwartet weit oben. Der VfB Stuttgart, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg für die eigenen Ansprüche viel zu weit unten.
Wäre die Saison jetzt schon zu Ende, würden Borussia Mönchengladbach und die Stuttgarter absteigen, der 1. FC Köln müsste (mitsamt neuem Kapitän Podolski) in die Relegation. Meister wäre natürlich der BVB. Zweiter wäre Mainz – und somit direkt für die Champions League qualifiziert. Bayer 04 Leverkusen wäre auf dem dritten Platz und dürfte die Champions League Qualifikation spielen und die Bayern sowie Freiburg nähmen an der Europa League teil.
Dass dies nach Saisonende noch genauso aussieht, wird wahrscheinlich kaum jemand glauben. Warum auch? Schalke legte die letzten Spiele merklich zu – die Mannschaft scheint sich nun gefunden zu haben. Ebenso der FC Bayern, dessen Top-Star Arjen Robben nach einem halben Jahr endlich wieder fit ist. Fraglich ist zudem, ob Hannover, Mainz und der Sportclub aus Freiburg ihre Form halten können. Auch beim VfB Stuttgart ist die Rückrunde erfahrungsgemäß nicht mit der Hinrunde zu vergleichen. Auch die nächsten Spiele der TSG 1899 Hoffenheim werden sicher interessant: Gustavo ist weg, Ragnick ist weg, Ba will weg. Da wird es wahrscheinlich erstmal nicht mehr um die internationalen Plätze gehen. Ähnlich unzufrieden wird man bisher in Wolfsburg sein. Denn außer viel Geld aus dem Dzeko-Transfer zu Manchester City, hat man bisher in der Saison 2010/2011 nicht wirklich etwas gewonnen (… vielleicht die Erkenntnis, dass eine 3:0 Halbzeitführung noch kein Sieg ist).
Zusammenfassend kann man eigentlich nur eins mit Sicherheit sagen: Diese Bundesliga-Spielzeit ist unberechenbar! Durchschnittlich mehr als drei Tore pro Begegnung sprechen für sich. Ich bin gespannt, ob die zweiten 17 Spieltage ebenso kurios werden, wie es die ersten 17 waren – hoffen wir’s!
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