“Weil ich nicht weiß, wen ich wählen soll.”
Das ist eine der häufigsten Antworten auf die Frage “Warum willst Du nicht wählen gehen?”. Doch was wirklich dahinter steckt ist Faulheit, Ignoranz und/oder manchmal sogar Dummheit.
Die Phrase “Wer nicht wählt, verschenkt seine Stimme!” ist zwar abgedroschen ohne Ende aber leider trifft sie zu. Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, einfach zuhause zu bleiben, nur weil man sich für nicht kompetent genug hält, um die richtige Partei zu wählen und zu faul ist, dies zu ändern. Erstens kann man sich durch ein paar Stunden “Arbeit” (z.B. Inter-Net-Recherche oder entsprechende TV-Sendungen) einigermaßen gut informieren, zweitens gibt es ja für faule Menschen (oder als Ergänzung) den Wahl-O-Mat und drittens kann man ja immernoch nach Sympathie wählen.
Wahl-O-Mat und Wählen nach Sympathie sind zwar nicht die idealen Mittel aber immernoch besser als nicht wählen zu gehen – finde ich.
Denn die Wähler der “extremen” Parteien (z.B. NPD, Republikaner, DVU, PSG, DKP) gehen mit Sicherheit wählen und das bedeutet der Anteil derer Stimmen an der Gesamtzahl hängt damit zusammen, wie viele Leute für die anderen Parteien stimmen.
Deshalb finde ich Aktionen wie die “Ich gehe”-Kampagne von Pro7Sat.1 und der Wahl-O-Mat sind eine sehr schöne Sache. Und zudem sind sie nötig, wenn man sieht, wie vielen ein so wichtiges Ereignis wie die Bundestagswahl 2009 egal ist. Gerade in der Zielgruppe von Pro7Sat.1 gibt es bestimmt sehr viele junge Erwachsene, die mit Wahlen nicht wirklich etwas anfangen können. Aber sicherlich lassen sich dadurch einige doch dazu bewegen, wählen zu gehen.
Ziel und Strategien des Wahl-O-Mats sind laut der Bundeszentrale für politische Bildung:
politisches Interesse und Wahlbeteiligung bei jungen Wähler/innen steigern
“Politik? Politik ist langweilig und anstrengend!”
Politik für junge Menschen zugänglich machen mit einem jungen, spielerischen Tool.
“Wen soll ich wählen? Die sind doch eh’ alle gleich!”
Unterschiede zwischen den politischen Parteien aufzeigen.
“Worum geht’s da überhaupt? Doch nichts, was mich betrifft!”
Aufmerksamkeit für Themen des Wahlkampfs wecken.
Was ich mit alldem sagen will ist einfach:
Geht bitte wählen! Alle!
Und nehmt eure FreundInnen, Geschwister und Eltern mit!
Kleine Ergänzung hierzu:
wahlgetwitter.de – Die politische Stimmung im Netz – live. Interessante Idee, die jedoch recht eindeutig zeigt, in welche Richtung die Twitter-Nutzer tendieren.
Und noch was:
buergerrechte-waehlen.de – Mit einem etwas anderen Wahl-O-Mat.
Falls die Seite mal wieder offline ist: buergerrechte-waehlen.hermes-net.de