In den USA versucht die demokratische Partei nun schon seit Wochen herauszufinden, ob sie Hillary Clinton oder Barack Obama als Praesidentschaftskandidaten ins Rennen gegen den Republikaner John McCain schicken soll.
Falls einer der beiden Demokraten die Wahl zum Praesidenten gewinnen sollte, waere es auf jeden Fall eine Premiere fuer die USA: Entweder der erste farbige Praesident oder die erste Praesidentin in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Zunehmend ergreifen auch Prominente Partei für den in Honolulu geborenen Senator Obama.
Einige davon sind in dem von will.i.am (Black Eyed Peas) produzierten Video zu sehen:
In meinen Augen ist so eine Stellungnahme von Promis eine gute Sache und waere bestimmt auch in Deutschland eine sinnvolle Methode, um der Politikverdrossenheit, gerade unter jungen Waehlern, entgegen zu wirken.
Es sprachen der Oberbuergermeister von Muenchen Christian Ude, die Journalistin und Vorsitzende des Vorstands der Amadeu Antonio StiftungAnetta Kahane und Jörn Menge Initiator von Laut gegen Nazis. Auch die Sportfreunde Stiller, die die Veranstaltung musikalisch begleiteten, improvisierten ein paar Saetze. Die Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch war auch anwesend, sprach jedoch nicht, da Sabbat war.
Die Stimmung war gut und die Veranstalter waren sichtlich zufrieden mit der Zuschauerzahl von ueber sechstausend Menschen.
Es war ein sehr gemischtes Publikum. Sowohl Politikinteressierte inkl. ein paar Parteien, als auch Leute, die einfach nur die Sportfreunde spielen sehen und hoeren wollten, waren vertreten.
Die Ansprachen waren sehr gut. Bei der von Herrn Ude konnte man zwar ein wenig Politik heraushoeren, aber das stoerte mich eigentlich nicht.
Besonders interessant fand ich die Rede von Frau Kahane, die erzaehlte, dass es Einwanderer und erst recht Fluechtlinge in Deutschland alles andere als gut geht. Sie hatte Fakten parat, die man sonst in den oeffentlichen Medien kaum zu hoeren bekommt. Z.B. dass es fuer Fluechtlinge keine legale Moeglichkeit gibt, nach Deutschland einzureisen, egal ob sie belegen koennen, dass sie in ihrem Heimatland verfolgt werden, oder nicht. Alle Fluechtlinge, die nach Deutschland wollen, muessen sich hierzu Schleppern bedienen und begeben sich somit in Lebensgefahr.
Den Antinazibund-Song der Sportfreunde kann man hier anhoeren und anschauen.
Und ein Video vom Live-Auftritt gibt es sofort: