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Bundesliga Hinrunde 2010/2011

Meisterschale der Fußball BundesligaEndlich gibt’s mal wieder Fußball hier! Und das sogar schon zwei Tage vor dem Rückrundenstart.

In der „Halbzeitpause“ der aktuellen Saison bietet es sich an, ein Zwischenfazit zu ziehen und den außergewöhnlichen Verlauf der ersten 17 Spieltage noch einmal Revue passieren zu lassen:

FSV Mainz 05 dominiert die ersten Spieltage und kann als einziges Team bisher den FC Bayern München in der Allianz-Arena bezwingen. FC Schalke 04 kann erst im fünften Spiel die ersten Punkte einfahren. Borussia Dortmund verliert nur die erste und die letzte Hinrundenpartie. Der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt und Hannover 96 stehen unerwartet weit oben. Der VfB Stuttgart, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg für die eigenen Ansprüche viel zu weit unten.

Wäre die Saison jetzt schon zu Ende, würden Borussia Mönchengladbach und die Stuttgarter absteigen, der 1. FC Köln müsste (mitsamt neuem Kapitän Podolski) in die Relegation. Meister wäre natürlich der BVB. Zweiter wäre Mainz – und somit direkt für die Champions League qualifiziert. Bayer 04 Leverkusen wäre auf dem dritten Platz und dürfte die Champions League Qualifikation spielen und die Bayern sowie Freiburg nähmen an der Europa League teil.

Dass dies nach Saisonende noch genauso aussieht, wird wahrscheinlich kaum jemand glauben. Warum auch? Schalke legte die letzten Spiele merklich zu – die Mannschaft scheint sich nun gefunden zu haben. Ebenso der FC Bayern, dessen Top-Star Arjen Robben nach einem halben Jahr endlich wieder fit ist. Fraglich ist zudem, ob Hannover, Mainz und der Sportclub aus Freiburg ihre Form halten können. Auch beim VfB Stuttgart ist die Rückrunde erfahrungsgemäß nicht mit der Hinrunde zu vergleichen. Auch die nächsten Spiele der TSG 1899 Hoffenheim werden sicher interessant: Gustavo ist weg, Ragnick ist weg, Ba will weg. Da wird es wahrscheinlich erstmal nicht mehr um die internationalen Plätze gehen. Ähnlich unzufrieden wird man bisher in Wolfsburg sein. Denn außer viel Geld aus dem Dzeko-Transfer zu Manchester City, hat man bisher in der Saison 2010/2011 nicht wirklich etwas gewonnen (… vielleicht die Erkenntnis, dass eine 3:0 Halbzeitführung noch kein Sieg ist).

Zusammenfassend kann man eigentlich nur eins mit Sicherheit sagen: Diese Bundesliga-Spielzeit ist unberechenbar! Durchschnittlich mehr als drei Tore pro Begegnung sprechen für sich. Ich bin gespannt, ob die zweiten 17 Spieltage ebenso kurios werden, wie es die ersten 17 waren – hoffen wir’s!

Deutscher Fußball auf dem Vormarsch

Logo: Fußball-BundesligaEs ist zwar schon ein paar Wochen her, dass der DFB die Meldung „Weltrangliste: Deutschland klettert auf Platz fünf“ veröffentlichte, aber das hindert mich nicht daran, dieses Thema noch einmal aufzugreifen.

Jedoch geht es hier nicht nur um die Weltrangliste der FIFA, auf der unsere Nationalmannschaft nun Portugal überholt hat, sondern auch um die UEFA-Fünfjahreswertung, mit welcher festgelegt wird, aus welcher Liga wie viele Vereine an Champions League und Europa League teilnehmen dürfen, und der Steigerung des Ansehens der deutschen Fußball-Bundesliga.

Was die beiden Ranglisten angeht, ist jeweils Italien der direkte Konkurrent (hinsichtlich eines Aufstiegs). In der FIFA-Wertung fehlen der Nationalmannschaft lediglich 19 Punkte, um die Italiener mit ihren 1226 Punkten zu überholen. In der Tabelle der UEFA sind es 1,047 Punkte, um 0,001 Punkt besser als die Italiener bei 62,911 zu stehen.

Hoffen kann man im Falle der Nationalmannschaft auf die WM, wo man eventuell Punkte gegenüber Italien gut machen kann. In der Vereinswertung sieht es auch nicht gerade schlecht aus. Die Serie A hat mit Inter Mailand noch einen Verein in der Champions League und keinen Verein mehr in der Europa League, in der mit dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg noch zwei deutsche Vereine vertreten sind. Außerdem ist der FC Bayern München noch in der Champions League dabei. Die nächsten Wochen werden hier Aufschluss darüber geben, ob die Italiener den knappen Vorsprung halten können oder nicht.

Unabhängig von jeglichen Wertungen, Tabellen und Koeffizienten werden die Bundesliga — und auch grundsätzlich der deutsche Fußball — immer öfter gelobt. Sei es von Medien oder Sportlern bzw. Sport-Funktionären aus In- und Ausland oder von Ausländern, die in der Bundesliga spielen (zuletzt Ruud van Nistelrooy). Dieses Lob ist, meiner Meinung nach, auch gerechtfertigt. Denn mittlerweile ist die Bundesliga nicht nur sehr ausgewogen, interessant und spannend was Auf-/Abstieg, DFB-Pokal und Meisterschaft angeht, sondern auch gespickt mit internationalen Weltstars (Robben, Ribery, van Nistelrooy) und Spielern die das Potenzial dazu haben (Dzeko, Kießling, Neuer, Gomez, Adler). Nicht zu vergessen die Fußballer, die in der Bundesliga zu Weltstars avanciert sind (Diego, Ballack, van der Vaart). Außerdem ist die Bundesliga auch aus wirtschaftlicher Sicht vergleichsweise gesund.

Allerdings muss man gestehen, dass die Bundesliga im sportlichen Bereich noch etwas hinter Spanien und England anzuordnen ist. Zumindest wenn man die europäischen Mannschaftswettbewerbe betrachtet. Vor allem am FC Barcelona und Manchester United führt aktuell kein Weg vorbei.

In diesem Sinne: Viel Glück den Bayern im Champions League Halbfinale gegen ManU! Hoffentlich präsentieren sie sich gegen den ersten Gegner auf Weltklasse-Niveau diese Saison besser als letzte gegen die Katalanen.