Das W:O:A findet dieses Jahr vom 31. Juli bis zum 02. August statt (also anderthalb Wochen nach dem Brigachtaler Dorffest). Die Tickets fuer drei Tage Festival inklusive Camping und Parken kosten 109,00 €.
Es sprachen der Oberbuergermeister von Muenchen Christian Ude, die Journalistin und Vorsitzende des Vorstands der Amadeu Antonio StiftungAnetta Kahane und Jörn Menge Initiator von Laut gegen Nazis. Auch die Sportfreunde Stiller, die die Veranstaltung musikalisch begleiteten, improvisierten ein paar Saetze. Die Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch war auch anwesend, sprach jedoch nicht, da Sabbat war.
Die Stimmung war gut und die Veranstalter waren sichtlich zufrieden mit der Zuschauerzahl von ueber sechstausend Menschen.
Es war ein sehr gemischtes Publikum. Sowohl Politikinteressierte inkl. ein paar Parteien, als auch Leute, die einfach nur die Sportfreunde spielen sehen und hoeren wollten, waren vertreten.
Die Ansprachen waren sehr gut. Bei der von Herrn Ude konnte man zwar ein wenig Politik heraushoeren, aber das stoerte mich eigentlich nicht.
Besonders interessant fand ich die Rede von Frau Kahane, die erzaehlte, dass es Einwanderer und erst recht Fluechtlinge in Deutschland alles andere als gut geht. Sie hatte Fakten parat, die man sonst in den oeffentlichen Medien kaum zu hoeren bekommt. Z.B. dass es fuer Fluechtlinge keine legale Moeglichkeit gibt, nach Deutschland einzureisen, egal ob sie belegen koennen, dass sie in ihrem Heimatland verfolgt werden, oder nicht. Alle Fluechtlinge, die nach Deutschland wollen, muessen sich hierzu Schleppern bedienen und begeben sich somit in Lebensgefahr.
Den Antinazibund-Song der Sportfreunde kann man hier anhoeren und anschauen.
Und ein Video vom Live-Auftritt gibt es sofort:
Am Samstag, den 12.01.2008, war ich zusammen mit Udo und Kai in der Europahalle in Karlsruhe auf dem Knockout Festival.
Es ging um 17:00 Uhr los mit Epica, deren Stil man am ehesten als Symphonic Metal mit Gothic- und Death-Einfluessen beschreiben koennte. Vom Gesang (Simone Simons) erinnern die Niederlaender ein wenig an Nightwish, als Tarja Turunen noch Front-Frau war. Jedoch wird sie in eigentlich fast jedem Stueck von dem Gitarristen (Mark Jansen) unterstuetzt, der aber lediglich fuer Grunts und Screams zustaendig ist.
Nach Epica war dann um 18:00 Uhr leider schon Axxis an der Reihe. Leider deswegen, weil die Bands, die frueher auftraten, nur 40 Minuten gespielt haben.
Doch da ich Axxis schon zwei mal live gesehen hatte, war das zu verkraften.
Schlimmer war, dass auch Gamma Ray nur recht kurz auftreten durfte (19:00 -- 19:50 Uhr), denn die hatte ich noch nie zuvor live bewundern koennen. Und dann habe ich aufgrund der unfaehigen Bierverkaeufer auch noch das erste Lied verpasst (und hatte erst kein Bier, weil es uns dann zu doof war und wir wieder zurueck in die Halle sind).
Aber ansonsten gab es an der Performance von Gamma Ray nicht das Geringste auszusetzen. Klar haben viele gute Songs gefehlt, aber wenn ich erwartet haette, dass ich jedes Lied von Gamma Ray hoeren wuerde, das ich gut finde, haette ich mich auf ein 3h Gamma-Ray-only-Konzert einstellen muessen.
Nach Gamma Ray spielte dann von 20:20 Uhr bis 21:25 Uhr die britische Band Paradise Lost, die schon ein wenig traeger daher kamen als die Power Metaler Axxis und Gamma Ray.
Der Stil (Mischung aus Gothic Metal, Dark Rock, Death Metal und Doom Metal) war nicht so mein Fall und so hatte ich endlich die Gelegenheit, mein Bier aufzufuellen (wenigstens gab es 1l-Becher).
Nach einer relativ langen Pause war um 21:50 Uhr Helloween an der Reihe. Da ich erst sehr wenig von ihnen kannte, war ich natuerlich positiv ueberrascht, denn die Songs waren durchweg super.
Ein besonderes Highlight war die Uzi-Attacke auf baertige Gestalten mit Schlumpf-Stimmen (was auch immer die darstellen sollten).
Auch die Jam mit Gamma Ray war recht interessant, haette jedoch etwas laenger ausfallen koennen (ich glaube es waren zwei Lieder) und auch die vielen Instrumentalisten (?) auf der Buehne haette man besser in Aktion setzten koennen.
Als letzter Act kam um ca. 00:00 Uhr Within Temptation auf die Buehne. Die hatte ich zwar auf Wacken 2005 schon einmal gesehen, jedoch hatte ich sie nicht so stark in Erinnerung.
Koennte auch daran gelegen haben, dass ich dieses mal in der dritten Reihe stand.
Auf jeden Fall war der Auftritt in meinen Augen sehr genial. Leider war der Grossteil des Publikums schon sichtlich muede von den vorhergehenden 7h.
Fazit:
Insgesamt fand ich das Festival super. Die Stimmung war ueberall sehr gut (ausser um den Bierstand herum), und es hat enormen Spass gemacht.