Schlagwort-Archiv: Prinz Pi

„In meinem iPod rotiert dieser Friedrich Kautz“

Weil in allen Medien die, die für uns alle stehen
weitgehend hohle Scheiße reden
hat Rap in D kein leichtes Leben
findet nur statt im Fernsehen
als Skandal mit seichten Themen
was wieder Grund gibt, sich für seinen Job am Mic zu schämen
und genau deswegen: Bin ich der Beweis dagegen

So ist es: Rap hat in Deutschland einen schweren Stand. Und das hat auch einen ganz einfachen Grund: Er ist größtenteils schlecht! Klar klingen diese Textzeilen arrogant… aber Prinz Pi, mit bürgerlichem Namen Friedrich Kautz, hat Recht. In meinen Augen auch damit, dass er der Beweis dagegen ist. Im gleichnamigen Song nennt er außer sich auch noch viele weitere Deutsch-Rapper, die seiner Meinung nach belegen, dass Sprechgesang auf Deutsch nicht immer niveaulos und flach sein muss. Es gibt neben dem tot gehörten, anstrengenden, oft lächerlichen, wenig abwechslungsreichen „Gangster-Rap“ viele interessante Stile. Casper, Dendemann, Jan Delay, Samy Deluxe, K.I.Z., Blumentopf und nicht zuletzt Pi beweisen, dass es auch anders geht. Mit Einflüssen aus allen möglichen anderen Musikrichtungen – aus Reggae, Funk oder Rock. Mit lustigen, übertriebenen, karikierenden, improvisierten oder auch bewegenden, lyrischen Texten.

Klar, es ist immer noch Hip-Hop. Also wer dem Genre einfach nicht aufgeschlossen ist, wird es schwer haben, sich damit anzufreunden. Aber wer Interesse an guter Musik hat, egal aus welcher Richtung, der wird mir mit Sicherheit bei dem ein oder anderen der oben genannten Künstler zustimmen. Ich finde ein Zitat von Samy Deluxe, aus seinem Buch „Dis wo ich herkomm“ lässt sich gut auf dieses Thema übertragen: „Wenn man mich fragt, waren und sind die hübschesten Frauen stets ein Mix. Also ist es offensichtlich, dass es ein […] Vorteil ist, wenn sich die Rassen mischen, für mich zumindest.“ Oder um es mit den Worten der Beginner zu sagen: „Wer Hip-Hop macht aber nur Hip-Hop hört, betreibt Inzest!“

Das Schlusswort des eingangs erwähnten Albums „Rebell ohne Grund“ klingt noch lange nach und ist so – finde ich – quasi prädestiniert für das Ende dieses Posts.

Ich knall‘ die Tür zu: Tschüss deutscher Rap!
Hallo Musik… Ich bin da. Vielen Dank für die Einladung
anscheinend gibt es heute Sekt.
Entschuldigung junge Frau: Ich würd‘ lieber Wein haben.

Jubiläum

Prinz Pi
Prinz Pi

Es gibt ein Jubiläum zu verkünden:

Ich habe soeben, seit meiner Anmeldung bei last.fm meinen 1000. Prinz Pi Song gehört! Es war der Free-Track „Trümmer“ (Download hier).

Damit ist Pi weiterhin mit großem Vorsprung (über 400 Plays) die Nr. 1 in meiner buntgemischten last.fm-Musiksammlung.

Und bei der Gelegenheit gleich noch eine interessante(?) Nachricht:

Die Gründer von last.fm hören auf.

last.fmFelix Miller, Richard Jones und Martin Stiksel gründeten die Plattform 2002 und verkauften sie 2007 für 280 Millionen US-Dollar an CBS. Jetzt wollen sie die Leitung endgültig komplett die kürzlich gegründete CBSi music group übergeben.

Quelle: blog.last.fm